Gebrauchtes E-Bike Checkliste für den Kauf.

Viele Fahrradläden bieten gebrauchte E-Bikes an. Worauf man beim Kauf achten sollte, wollen wir kurz anreißen.

a.) Sicherheitssymbole CE und GS

CE und GS Zeichnung sind im Regelfall am Rahmen im unteren Bereich nahe dem Akku angebracht. Dabei stellt das CE Kennzeichen eine Pflicht dar, das GS Zeichen ist optional jedoch Wünschenswert. Das CE Kennzeichen zeigt auf, dass der Hersteller des Fahrrads nach europäischen Sicherheitsstandards produziert. Dieses Zeichen sollte und muss auf dem E-Bike vorhanden sein.

Das GS Zeichen, „geprüfte Sicherheit“ ist seit 1977 im Umlauf. Viele Firmen unterwerfen sich auch diesen Richtlinien, um den Kunden ein sicheres E-Fahrrad zu präsentieren. Grundlage dieses Zeichens ist, dass alle Fahrräder nicht nur der Freiwilligkeit unterworfen sind, sondern Baureihen regelmäßig überprüft werden.

Bei der Anschaffung von einem gebrauchten E-Bike sollten diese Sicherheitsmerkmale vorhanden sein. Da man mit diesem Fahrrad noch ein paar Jahre verbringen möchte.

b.) Der Rahmen und die Schweissnähte

Der Rahmen selber sollte keine Roststellen aufweisen. Langsam den kompletten Rahmen abfahren und auf Farbabplatzer überprüfen. Ist die Farbe einmal abgeplatzt, ist es für Rost ein leichtes den Rahmen anzugreifen. Im besten Fall ist die Farbschicht noch einwandfrei.

Nun widmet man allen Schweissnähten seine Aufmerksamkeit. Am besten wäre natürlich wenn diese von einem Profi kontrolliert werden. Dieser kann im Zweifelsfall auch die versteckten kleinen Risse erkennen. Im Zweifel jeden Millimeter der Naht genau untersuchen.

Bitte an der Stelle auch auf die Lenksäule schauen. Diese kann, bei einem guten E-Bike wenn sie ausgetauscht werden muss, 300 Euro oder mehr kosten. Das gleiche gilt für die Sattelstütze. Zwar ist diese ein wenig günstiger, kann jedoch je nach Modell auch weit mehr als 100 Euro kosten.

c.) Da ist ja wohl ne Schraube locker – Schrauben Prüfung

Schrauben müssen fest sitzen, jedoch müssen sie sich auch leicht mittels einfacher Werkzeuge lösen können. Gerade wenn man schon Rost entdeckt, sollte man versuchen, ob man diese Schraube überhaupt lösen kann. Bitte nicht bei Schnellspannern unvorsichtig werden. Auch diese können eingerostet sein. Wenn dies der Fall ist, Finger weg.

Ansonsten sollte vor allem drauf geachtet werden, dass die Schrauben alle Festsitzen. Hier achtet man wieder auf den Vorbau des gebrauchten E-Bikes sowie den Sattel. Weiter schaut man auf die Nabe.

d.) Bremsen und Schaltung und Lichter

Jedes Fahrrad sollte 2 unabhängig funktionierende Bremsen aufweisen. Günstigere E-Bikes haben Felgenbremsen, etwas hochwertigere nutzen Scheibenbremsen. Bei den Bremsen sollte man achten das die Gummis in Ordnung sind. Vor allem schaut man ob diese Spröde sind.

Die Schaltung sollte geschmiert sein und frei von Dreck. Sowohl bei Bremse als auch bei der Schaltung sollte man einen Brems- bez. Schaltungstest durchführen.

Bei den Lichtern ist darauf zu achten das sowohl vor als auch hinten Lichter sind. Bitte daran denken, dass diese für den öffentlichen Verkehr zugelassen sind. Weiterhin sind Katzenaugen verpflichtend, sowohl an den Rädern als auch vorn und hinten.

e.) Akku, Motor & Fahrrad-Computer

Bei den Elektrischen Dingen muss man sich als Laie fast auf sein Gefühl verlassen. Lediglich den Leitungen kann man nachgehen. Der Motor muss anspringen, wenn man in die Pedalen tritt und alle Funktionen müssen sich mittels Fahrrad-Computer bedienen lassen.

Ein Augenmerk sollte man auch auf den Akku legen. Akkus halten zwar lange, jedoch nicht ewig. Gerade wenn ein Fahrrad lang gestanden hat, kann eine sog. Tiefenentladung eintreten. Daher empfiehlt man auch, dass ein E-Bike, auch wenn es steht aufgeladen wird. Sollte der Akku tiefen entladen sein, bitte nicht wieder beleben. Das ist gefährlich und kann bis zur Explosion führen. Wenn keine Angaben zum Akku gemacht werden können, Finger weg. Ein neuer Akku kann weit über 500 Euro kosten.

Probefahrt machen

Fallen alle Tests positiv aus und man ist immer noch begeistert von seinem E-Bike, sollte man eine Probefahrt absolvieren. Bitte auch einmal einen Berg hochfahren ob die Trittunterstützung anspringt. Einmal durch alle Gänge schalten und auch Bremsen. Wir bitten an diesem Punkt auch, das die Probefahrt nicht nur einmal auf dem Hof ist, sondern das man 2-3 km fährt.

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser

Wer sich eine Kontrolle von einem gebrauchten E-Bike nicht zutraut, sollte unbedingt fachmännische Hilfe in Anspruch nehmen, damit das vermeintliche Schnäppchen nicht zu einem Reinfall wird. Eine professionelle Werkstatt prüft Rahmen, alle Schrauben und hat entsprechendes Equipment um auch den Motor und Akku auf Herz und Nieren zu prüfen.

Sicherlich kostet solch eine Kontrolle auch Geld. Jedoch sollte man bei einem gebrauchten E-Bike für das man 1000 Euro oder mehr ausgeben will auch kontrollieren.

Viele Fahrradhändler bieten aus Jobrad und Mein-Dienstrad Leasing-Rückläufer an. Diese E-Bikes sind im Regelfall älter als 3 Jahre und haben meist viele Kilometer auf dem Buckel. Erfragen Sie in diesem Fall nach der Checkliste der vorgeschriebenen Wartungen. Diese haben alle Leasing-E-Bikes.

Sie möchten ein gebrauchtes Fahrrad kaufen, sind sich jedoch unsicher? Kommen Sie damit bei uns im Fahrradladen vorbei. Wir kontrollieren ihr zukünftiges E-Bike.

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